20 Schweizer Franken Helvetia (1883-1896) — die direkte Vorgängerin der Vreneli mit dem Helvetia-Motiv im Entwurf von Antoine Bovy
Die Goldmünze 20 Schweizer Franken Helvetia (1883-1896) ist eine historische schweizerische 20-Franken-Münze nach dem Standard der Lateinischen Münzunion (LMÜ) mit einem Bruttogewicht von 6,4516 g, einem Feingoldgewicht von 5,80645 g, einer Feinheit von 900/1000 (Crown-Gold-Stil-Legierung), einem Durchmesser von 21,0 mm und einem Nennwert von 20 Schweizer Franken (CHF). Der Avers zeigt das Brustbild der Helvetia — Personifikation der Schweizerischen Eidgenossenschaft — mit Sternen und Eichenkranz, Entwurf von Antoine Bovy. Geprägt in der Berner Münzstätte (Buchstabe B) über 14 Jahre (1883-1896), ist die Helvetia die direkte Vorgängerin der Vreneli — 1897 durch den neueren Entwurf von Fritz Ulysse Landry ersetzt. Die niedrigere Auflage (ca. 4,2 Mio. Stück in 14 Jahren vs. 58 Mio. Vreneli in 52 Jahren) bewirkt einen höheren Sammlerwert und einen Marktaufschlag von 5-10% über Spot. In der EU MwSt-befreit als historische Legal-Tender-Münze mit einer Feinheit von 900/1000.
Technische Spezifikation
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Berner Münzstätte (Schweiz, Buchstabe „B" auf der Münze) |
| Serie |
20 Franken Helvetia — direkte Vorgängerin der Vreneli |
| Prägejahre |
1883-1896 (14 Jahre, gemischte Jahrgänge im Verkauf) |
| Standard |
Lateinische Münzunion (LMÜ ab 23.12.1865) |
| Bruttogewicht |
6,4516 g (Gold + Kupfer) |
| Feingoldgewicht |
5,80645 g |
| Feinheit |
900/1000 (Crown-Gold-Stil-Legierung) |
| Legierung |
Au 90% + Cu 10% |
| Durchmesser |
21,0 mm |
| Stärke |
ca. 1,3 mm |
| Nennwert |
20 Schweizer Franken (CHF, historisches Legal Tender) |
| Avers |
Helvetia — Brustbild mit Sternen und Eichenkranz, Entwurf von Antoine Bovy, HELVETIA |
| Revers |
Schweizer Wappen mit Helvetischem Kreuz und Olivenzweig/Lorbeerkranz, 20 FR |
| LBMA-Status |
Nicht direkt (historische Münze, keine aktuelle Bullion-Emission) |
| MwSt in der EU |
Befreit (Legal-Tender-Münze, Feinheit 900 = Minimum, Prägung nach 1800, EU-Richtlinie 2006/112/EG Art. 344) |
| Status in UK |
NICHT CGT-frei (CGT-Befreiung gilt nur für British Legal Tender) |
| Status in USA |
NICHT IRA-fähig (IRS lässt nur amerikanische Münzen und ausgewählte Bullions zu) |
| Verpackung |
Schutzkapsel oder Blister |
Warum die Helvetia ins Depot gehört
- Direkte Vorgängerin der Vreneli — historischer Rang der Münze: Die Helvetia (1883-1896) ist die direkte Vorgängerin der Vreneli (1897-1949) — zwei aufeinanderfolgende Emissionen schweizerischer 20-Franken-Münzen, geprägt in derselben Berner Münzstätte im identischen LMÜ-Standard. Die Ersetzung der Helvetia durch die Vreneli 1897 war das Ergebnis eines Wettbewerbs der Bundesregierung um ein neueres Bildnis — der Entwurf von Antoine Bovy wich dem Entwurf von Fritz Ulysse Landry. Ein Sammlerset beider Münzen (Helvetia + Vreneli) zeigt die volle Geschichte der schweizerischen LMÜ-20F-Münzen 1883-1949.
- Niedrige Auflage 4,2 Mio. Stück in 14 Jahren — höherer Sammlerwert: Die Helvetia wurde in einer Gesamtauflage von ca. 4,2 Mio. Stück in 14 Produktionsjahren geprägt (1883-1896) — deutlich niedrigere Auflage als die Vreneli (58 Mio. in 52 Jahren). Das geringere Angebot auf dem Sekundärmarkt erklärt den höheren Marktaufschlag der Helvetia (5-10% über Spot vs. 2-5% Vreneli) sowie den höheren Sammlerwert einzelner Jahrgänge.
- Entwurf von Antoine Bovy — schweizerische Bildhauertradition des 19. Jh.: Antoine Bovy (1795-1877) war ein Schweizer Bildhauer und Medailleur aus Genf, einer der wichtigsten Münzdesigner der Schweizerischen Eidgenossenschaft des 19. Jh. Bovy entwarf den Avers der Helvetia im klassizistischen Stil, mit einem Frauenkopf, der Helvetia darstellt, und einem Eichenkranz — eine Komposition, inspiriert von antiken und Renaissance-Medaillen. Der Entwurf galt 14 Jahre, danach wurde er durch das modernere Vreneli-Bild (Landry) ersetzt.
- Crown-Gold-Stil-Legierung 900/1000 — LMÜ-Standard: Die Feinheit 900 (Au 90% + Cu 10%) ist identisch mit der Vreneli, Napoleon III., dem Engel und Leopold II. — alle LMÜ-20F teilen identische technische Spezifikationen dank des LMÜ-Vertrags von 1865. Die Legierung ist härter als reines 999,9 Gold und bewahrt die Münzen nach 130-145 Jahren Umlauf in gutem Zustand.
- Helvetia als seltenere schweizerische LMÜ-20F — Ergänzung des Depots: Für Sammler und Anleger, die ein Portfolio historischer LMÜ-20F aufbauen, ist die Helvetia eine begehrte Ergänzung neben der Vreneli — zwei schweizerische Typen aus verschiedenen Perioden (19. Jh. Bovy vs. Wende 19./20. Jh. Landry), mit unterschiedlichen Bildmotiven (statisches Brustbild vs. Porträt vor Alpenkulisse). Der höhere Aufschlag von 5-10% ist ein Kompromiss für die Seltenheit und den Sammlerwert.
Geschichte der Helvetia und der LMÜ-Kontext für die Schweiz
Die Schweiz trat der Lateinischen Münzunion am 23. Dezember 1865 als einer der vier Gründerstaaten bei — neben Frankreich, Belgien und Italien. Der LMÜ-20F-Standard (6,4516 g brutto, Feinheit 900/1000, Feingold 5,80645 g) wurde für die schweizerische 20-Franken-Münze ohne Modifikation übernommen — die Schweiz akzeptierte das mathematisch aus dem Germinal-Franken abgeleitete französische Muster. Die ersten schweizerischen 20-Franken-Münzen erschienen jedoch erst 1883 — mit 18-jähriger Verspätung gegenüber dem LMÜ-Vertrag.
Die Verspätung resultierte aus Diskussionen über das Aversmotiv — 18 Jahre lang (1865-1883) prägte die Schweizerische Eidgenossenschaft keine eigenen 20-Franken-Münzen in Gold und nutzte den Zufluss französischer Napoleon-III.- und Engel-Münzen (volle LMÜ-Austauschbarkeit). Erst nach der Stabilisierung der Bundesordnung in den 1870er Jahren und der Konsolidierung der Berner Münzstätte beauftragte die Bundesregierung Antoine Bovy mit dem Entwurf der ersten schweizerischen 20-Franken-Münze. Die Helvetia trat 1883 in die Produktion ein — mit Verspätung, aber im vollen LMÜ-Standard.
Antoine Bovy (1795-1877) — Schweizer Bildhauer und Medailleur aus Genf — war ein Schüler französischer klassizistischer Bildhauer der napoleonischen Zeit. Im Laufe seiner Karriere entwarf er Hunderte von Medaillen und Münzen, darunter Münzen der Schweizerischen Eidgenossenschaft (5 Franken Silber, 10 Franken Gold Gedenkmünzen) sowie Medaillen für französische Eisenbahnen und Finanzinstitute. Die 20-Franken-Helvetia war Bovys letzter großer Entwurf — als die Münze 1883 in die Produktion ging, war Bovy bereits seit 6 Jahren tot (er starb 1877), so dass der Entwurf posthum auf der Grundlage erhaltener Studien realisiert wurde.
1894-1895 schrieb die Bundesregierung der Schweiz einen Wettbewerb für ein neues 20-Franken-Bildnis aus — begründet damit, dass Bovys Entwurf stilistisch als veraltet (klassizistisch, statisch) und der modernen Ästhetik des ausgehenden 19. Jh. nicht entsprechend galt. Den Wettbewerb gewann Fritz Ulysse Landry aus Neuchâtel mit dem Vreneli-Entwurf — einem dynamischeren Frauenporträt vor Alpenkulisse. Die Helvetia wurde 1896 aus der Produktion gezogen, ab 1897 prägt die Berner Münzstätte bereits Vreneli — die 14-jährige Helvetia-Periode endete.
Nach dem Rückzug aus der Produktion blieb die Helvetia als historisches Legal Tender im Umlauf — die Schweiz hat die LMÜ-20-Franken-Münzen (Helvetia und Vreneli) nie demonetisiert, und beide Münzen behalten den historischen Legal-Tender-Status bis heute (in der Praxis jedoch nicht mehr im täglichen Verkehr verwendet). Ein Teil der Helvetia-Exemplare wurde in Krisenzeiten (Erster Weltkrieg, Krise 1929-1933) zur Herstellung der Zentralbankreserven eingeschmolzen, was die Anzahl der erhaltenen Exemplare auf dem Sekundärmarkt verringerte und den Sammleraufschlag erhöhte.
Avers — Helvetia-Brustbild von Antoine Bovy
Der Avers der Münze 20 Schweizer Franken Helvetia zeigt das Brustbild einer Frau, die Helvetia — die Personifikation der Schweizerischen Eidgenossenschaft — darstellt. Helvetia ist im linken Profil dargestellt, mit Sternen über dem Kopf (Sterne symbolisieren die Kantone der Schweiz) und einem Eichenkranz um das Haar. Über dem Porträt befindet sich die Inschrift HELVETIA — der lateinische Name der Schweiz, der in der Numismatik verwendet wird. Die Komposition ist statisch, klassizistisch — im Gegensatz zur dynamischeren Vreneli (mit Alpenhintergrund).
Antoine Bovy (1795-1877) — Schweizer Bildhauer aus Genf — entwarf die Helvetia im klassizistischen Stil, inspiriert von römischen Antike-Medaillen und Renaissance-Medaillen der florentinischen Medici. Bovy war ein Schüler französischer Bildhauer der napoleonischen Zeit (David d'Angers, James Pradier) und übertrug die französische klassizistische Ästhetik in die schweizerische Numismatik. Seine Entwürfe sind an statischen Porträts, klaren Kompositionslinien und strenger Unterordnung unter klassische Konventionen erkennbar.
Die Sterne über dem Kopf der Helvetia symbolisieren die Kantone der Schweizerischen Eidgenossenschaft — 1883 (Jahr der ersten Emission) zählte die Schweiz 22 Kantone (heute 26 nach der Abspaltung des Jura 1979). Die Anzahl der Sterne auf der Münze ist nicht genau 22 — Bovy verwendete eine stilistische Anordnung statt einer wörtlichen Wiedergabe der Kantonszahl. Der Eichenkranz symbolisiert Stärke, Beständigkeit und föderale Einheit — ein traditionelles Attribut der schweizerischen Kantonsheraldik.
Bovys Stilistik unterscheidet sich deutlich von Landry (Vreneli) — die Helvetia ist eine „Göttin-Frau" im antiken Stil (statisches Brustbild, idealisierte Züge), während die Vreneli eine „realistische Schweizerin" ist (junge Frau mit konkreten Gesichtszügen, mit zu einem Zopf gebundenem Haar, vor Alpenkulisse). Dieser stilistische Unterschied wird von Numismatikern oft als Spiegel des Wandels der europäischen Ästhetik zwischen den 1880er Jahren (Klassizismus) und der Jahrhundertwende 19./20. Jh. (Jugendstil, Realismus) analysiert.
Revers — Schweizer Wappen mit Helvetischem Kreuz und Olivenzweig
Der Revers der Münze 20 Schweizer Franken Helvetia zeigt das Schweizer Wappen mit dem weißen Helvetischen Kreuz in der Mitte, umgeben von einem Lorbeerkranz oder Olivenzweig (je nach ikonographischer Interpretation). Um das Wappen befindet sich die Inschrift 20 FR (Bezeichnung des Nennwerts in Schweizer Franken) sowie das Prägejahr unter dem Wappen. Der Münzbuchstabe „B" (Bern, Berner Münzstätte) ist auf dem Revers neben dem Jahr angebracht — identischer Standard wie bei der Vreneli.
Das Helvetische Kreuz (Schweizerkreuz) — ein weißes griechisches Kreuz mit gleichen Armen — ist seit 1815 das nationale Wappen der Schweiz. Das Wappen mit Kreuz auf der Helvetia-Münze ist identisch mit dem Wappen auf der Vreneli-Münze — die Berner Münzstätte bewahrte trotz des Aversswechsels 1897 dasselbe Reversmotiv. Die Reverskontinuität spiegelt die Stabilität der schweizerischen Staatssymbolik wider (nationales Wappen unverändert seit 1815) — im Gegensatz zu Frankreich, wo Regimewechsel (Kaiserreich → Republik) Reversmotivwechsel zur Folge hatten (Adler → Hahn).
Der Olivenzweig um das Wappen (oder ein Lorbeerkranz in einigen Emissionen) symbolisiert Frieden und Neutralität — Schlüsselwerte der schweizerischen Außenpolitik seit dem 17. Jh. Die Schweiz war in beiden Weltkriegen des 20. Jh. neutral (trotz geografischer Umgebung von Kriegsparteien) und behielt diese Position bis heute. Der Olivenzweig ist ein traditionelles Friedenssymbol in der europäischen Heraldik — er erscheint auch auf Münzen des antiken Griechenlands (Athen: Olive als Attribut der Athene) und der Renaissance (Venedig, Florenz).
Das Prägejahr unter dem Wappen ist das Unterscheidungsmerkmal zwischen den Emissionen der 14-jährigen Helvetia-Serie (1883-1896). Die häufigsten Jahrgänge sind die Jahre 1886-1894 (höchste Auflagen). Am seltensten sind die frühen Emissionen (1883-1885 — erste Produktionsjahre, niedrige Auflagen) und der letzte Jahrgang 1896 (Jahr vor der Einführung der Vreneli, niedrige Auflage). Diese Emissionen können einen numismatischen Wert haben, der deutlich höher liegt als der Edelmetallwert — typisch +30-50% über Mixed Years.
Worauf beim Kauf achten
Prüfen Sie den Jahrgang der Helvetia-Münze — im Sekundärhandel enthält Mixed Years verschiedene Jahrgänge 1883-1896. Konkrete Sammlerjahrgänge (1883-1885 — erste Produktionsjahre; 1896 — letztes Jahr vor der Vreneli) können mit einem numismatischen Aufschlag von +30-50% über Mixed Years verkauft werden. Für eine Anlagestrategie sind Mixed Years optimal — niedrigere Stückkosten bei vollem Goldgehalt (5,80645 g identisch in allen Jahrgängen).
Der Marktaufschlag bei der Helvetia bewegt sich typischerweise im Bereich von 5-10% über Spot — höher als bei der Vreneli (2-5%), Napoleon III. und Engel (3-6%) sowie Leopold II. (4-8%). Der höhere Aufschlag resultiert aus der niedrigeren Auflage (4,2 Mio. Stück vs. 58 Mio. Vreneli) und dem höheren Sammlerwert. Die Helvetia ist die „seltenere" schweizerische LMÜ-20F — was sie sammlerisch begehrter, aber gleichzeitig anlagetechnisch teurer macht.
Prüfen Sie die Prägemünzstätte — alle Helvetia-Münzen werden in der Berner Münzstätte geprägt (Buchstabe „B" auf dem Revers neben dem Jahr). Das Fehlen des Buchstabens „B" oder ein anderer Münzstättenbuchstabe deutet höchstwahrscheinlich auf eine Fälschung hin. Die Berner Münzstätte — Eidgenössische Münzstätte — ist seit 1855 die einzige offizielle Münzstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft und prägt ununterbrochen die Bundesmünzen.
Prüfen Sie den Zustand der Münze und die Echtheit — die Helvetia in der Legierung 900/1000 behält nach 130-145 Jahren typische Umlaufspuren bei: leichte Abnutzungen, kleine Kratzer, eine natürliche Oberflächenpatina. Achten Sie besonders auf die Erhaltung der Aversdetails — die Sterne über dem Kopf der Helvetia und der Eichenkranz sind feine Elemente, die zum Verschleiß neigen. Für eine Anlagestrategie sind die Zustände VF und EF akzeptabel. Jede Münze wird in einer Schutzkapsel oder einem einzelnen Blister geliefert.
Warum GoldInvest24
- Vollständiger Querschnitt der historischen LMÜ-20-Franken: Im Katalog finden Sie alle wichtigen LMÜ-20F-Emissionen — Vreneli (Schweiz), Napoleon III. (Frankreich), Engel der Dritten Republik (Frankreich), Helvetia (Schweiz) und Leopold II. (Belgien).
- Mixed Years für optimalen Aufschlag: Angebot der Helvetia im Mixed-Years-Format (verschiedene Jahrgänge 1883-1896) mit einem Aufschlag von 5-10% über Spot — höher als bei der Vreneli, aber durch niedrigere Auflage und höheren Sammlerwert gerechtfertigt.
- Sprachversionen PL / DE / EN: vollständige technische Beschreibungen in drei Sprachen für eine komfortable Betreuung des polnischen, deutschen und internationalen Marktes.
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Vergleich von 5 Münzen — Vreneli, Napoleon III., Engel, Helvetia, Leopold II.
| Merkmal |
Vreneli (CH) |
Napoleon III. (FR) |
Engel (FR) |
Helvetia (CH) |
Leopold II. (BE) |
| Prägejahre |
1897-1949 |
1853-1870 |
1871-1898 |
1883-1896 |
1867-1882 |
| Münzstätte |
Bern |
Monnaie de Paris |
Monnaie de Paris |
Bern |
Brüsseler Münze |
| Avers |
Helvetia (Vreneli) |
Napoleon III. |
Genius der Freiheit |
Helvetia sitzend |
Leopold II. |
| Designer |
Fritz Ulysse Landry |
Barre / Hugues |
Augustin Dupré |
Antoine Bovy |
Léopold Wiener |
| Feingold |
5,80645 g |
5,80645 g |
5,80645 g |
5,80645 g |
5,80645 g |
| Feinheit |
900/1000 |
900/1000 |
900/1000 |
900/1000 |
900/1000 |
| Typischer Aufschlag |
2-5% |
3-6% |
3-6% |
5-10% |
4-8% |
| Sekundärliquidität |
Höchste |
Sehr hoch |
Hoch |
Mittel |
Hoch |
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FAQ — häufige Fragen zur 20 Schweizer Franken Helvetia
Was ist die 20 Schweizer Franken Helvetia?
Die 20 Schweizer Franken Helvetia ist eine historische schweizerische Goldmünze nach dem LMÜ-Standard, geprägt in der Berner Münzstätte in den Jahren 1883-1896 mit einem Bruttogewicht von 6,4516 g, einem Feingoldgewicht von 5,80645 g, einer Feinheit von 900/1000 und einem Durchmesser von 21,0 mm. Der Avers zeigt das Brustbild der Helvetia mit Sternen und Eichenkranz, Entwurf von Antoine Bovy. Direkte Vorgängerin der Vreneli (1897-1949) — 1897 durch den Landry-Entwurf ersetzt.
Wie lautet die technische Spezifikation der Helvetia?
Bruttogewicht 6,4516 g, Feingoldgewicht 5,80645 g, Feinheit 900/1000 (Au 90% + Cu 10%), Durchmesser 21,0 mm, Stärke ca. 1,3 mm, Nennwert 20 Schweizer Franken. Münzstätte: Bern (B). Avers: Helvetia-Brustbild mit Sternen und Eichenkranz (Bovy). Revers: Schweizer Wappen mit Helvetischem Kreuz und Olivenzweig, 20 FR.
Wie ist die Geschichte der Helvetia und der LMÜ-Kontext?
Die Schweiz trat der LMÜ am 23.12.1865 als Gründungsmitglied bei. Die ersten schweizerischen 20F erschienen erst 1883 — 18-jährige Verspätung wegen Diskussionen über das Aversmotiv. Die Helvetia wurde in einer Gesamtauflage von ca. 4,2 Mio. Stück in 14 Jahren geprägt. 1897 durch die Vreneli ersetzt nach einem Bundesregierungswettbewerb (1894-1895), den der Landry-Entwurf gewann.
Worin unterscheidet sich die Helvetia von Vreneli, Napoleon III., Engel und Leopold II.?
Helvetia (CH, 1883-1896) — direkte Vorgängerin der Vreneli (Bovy), niedrigere Auflagen (4,2 Mio. vs. 58 Mio. Vreneli), höherer Aufschlag 5-10%, klassizistischer Stil. Vreneli (CH, 1897-1949) — Nachfolgerin der Helvetia (Landry). Napoleon III. (FR, 1853-1870) — Zweites Kaiserreich. Engel (FR, 1871-1898) — Dritte Republik. Leopold II. (BE, 1867-1882) — Belgien.
Für wen ist die Helvetia eine praktische Wahl?
Für Sammler historischer Goldmünzen aufgrund niedrigerer Auflagen und höheren Sammlerwerts als bei der Vreneli, für den Aufbau eines vollständigen Portfolios schweizerischer LMÜ-20F (Helvetia + Vreneli zeigen die volle Geschichte 1883-1949), sowie für Anleger, die einen höheren Anfangsaufschlag (5-10%) gegen die Chance eines langfristigen Sammlerwertanstiegs akzeptieren.
Wie ist der LBMA-, MwSt-, CGT- und IRA-Status der Helvetia?
LBMA Good Delivery — NICHT direkt (historische Münze). MwSt in der EU — BEFREIT (historisches Legal Tender, Feinheit 900, Prägung nach 1800, ≤180% des Goldwerts — EU-Richtlinie 2006/112/EG Art. 344). CGT-frei in UK — NEIN (nur British Legal Tender). IRA-fähig in USA — NEIN.
Wie kaufe ich die 20 Schweizer Franken Helvetia bei GoldInvest24?
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