Platin und Palladium kaufen — Barren und Münzen
Anzahl der Produkte: 26Platin und Palladium gehören zur Gruppe der Platinmetalle. Beide werden in deutlich kleineren Mengen gefördert als Gold und haben eine überwiegend industrielle Nachfragebasis — Palladium vor allem in Autokatalysatoren, Platin zusätzlich in der Wasserstoff- und Chemietechnik.
- Münzen aus Platin und Palladium — Anlagemünzen mit Feingehalt 999,5
- Barren aus Platin und Palladium — von 1 g bis 100 g, LBMA-akkreditierte Hersteller
Anders als Gold unterliegen beide Metalle in Deutschland dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19% — unabhängig von Form und Gewicht.
Platin und Palladium im Vergleich
| Merkmal | Platin | Palladium |
|---|---|---|
| Chemisches Symbol | Pt | Pd |
| Üblicher Feingehalt | 999,5 | 999,5 |
| Dichte | 21,45 g/cm³ | 12,02 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 1 768 °C | 1 555 °C |
| Hauptanwendung | Katalyse, Wasserstofftechnik, Schmuck | Autokatalysatoren, Elektronik |
| Anlagemünzen verfügbar | ja | nur vereinzelt |
| Mehrwertsteuer in Deutschland | 19% | 19% |
Der Dichteunterschied ist praktisch spürbar: ein Platinbarren wiegt bei gleichem Volumen fast doppelt so viel wie ein Palladiumbarren.
Warum die Kurse stärker schwanken als bei Gold
Bei Gold entfällt der überwiegende Teil der Nachfrage auf Anlage- und Schmuckzwecke. Bei Platin und Palladium ist es umgekehrt: die Nachfrage kommt größtenteils aus der Industrie, vor allem aus der Automobilbranche. Gleichzeitig konzentriert sich die Förderung auf wenige Länder, hauptsächlich Südafrika und Russland.
Kleine Fördermengen plus konzentrierte Herkunft plus industrieabhängige Nachfrage ergeben einen dünneren Markt als bei Gold — mit entsprechend größeren Kursausschlägen in beide Richtungen. Die aktuellen Notierungen finden Sie unter Edelmetallkurse.
Formate und Hersteller
Barren sind bei beiden Metallen die gängigere Form, üblich von 1 g bis 100 g. Hersteller mit LBMA-Akkreditierung im Sortiment sind unter anderem PAMP Suisse, Valcambi, Heraeus und C.Hafner. Bei Platinbarren ist die versiegelte Karte mit Seriennummer und Assay-Zertifikat Standard.
Münzen gibt es bei Platin regelmäßig — etwa Platin Maple Leaf, American Platinum Eagle und Platin Kangaroo. Bei Palladium sind Anlagemünzen die Ausnahme; die Prägeanstalten geben sie nur unregelmäßig und in kleinen Auflagen aus. Wer Palladium kauft, greift deshalb in der Regel zum Barren.
Mehrwertsteuer auf Platin und Palladium
Beide Metalle unterliegen in Deutschland dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19% — unabhängig davon, ob es sich um Münze oder Barren handelt und unabhängig vom Gewicht. Die Steuerbefreiung nach § 25c UStG gilt ausschließlich für Anlagegold und ist auf Platinmetalle nicht übertragbar.
Die Mehrwertsteuer ist im ausgewiesenen Verkaufspreis enthalten. Der Steuerstatus ist bei jedem Produkt angegeben. Für die persönliche steuerliche Situation empfehlen wir die Rücksprache mit einem Steuerberater.
Häufig gestellte Fragen zu Platin und Palladium
Was ist der Unterschied zwischen Platin und Palladium?
Beide gehören zur Gruppe der Platinmetalle und werden meist mit Feingehalt 999,5 gehandelt. Platin ist mit 21,45 g/cm³ fast doppelt so dicht wie Palladium mit 12,02 g/cm³ und schmilzt bei höherer Temperatur. Palladium wird überwiegend in Autokatalysatoren eingesetzt, Platin zusätzlich in der Wasserstofftechnik und im Schmuckbereich.
Unterliegen Platin und Palladium der Mehrwertsteuer?
Ja, in Deutschland mit dem regulären Satz von 19%. Die Befreiung für Anlagegold nach § 25c UStG gilt für Platinmetalle nicht.
Warum gibt es kaum Palladium-Anlagemünzen?
Die Prägeanstalten geben Palladiummünzen nur unregelmäßig und in kleinen Auflagen aus, weil die Nachfrage im Anlagebereich gering ist. Der Handel findet fast vollständig über Barren statt.
Welches Gewicht ist bei Platinbarren üblich?
Im Privathandel sind 1 g, 5 g, 10 g, 1 oz, 50 g und 100 g gebräuchlich. Wie bei Gold sinkt der Anteil der fixen Herstellungskosten am Stückpreis, je schwerer der Barren ist.
Wie lagert man Platin und Palladium?
Beide Metalle sind chemisch beständig und laufen nicht an. Entscheidend ist der Erhalt der versiegelten Originalverpackung mit Seriennummer und Zertifikat, weil sie beim Wiederverkauf die Zuordnung erleichtert.