20 Mark Wilhelm II. in Uniform — die letzte preußische Reichsgoldmünze
Die 20-Mark-Goldmünze des Königreichs Preußen mit dem Brustbild Wilhelms II. in Uniform wurde 1913 und 1914 in der Münzstätte Berlin (Münzzeichen A) geprägt. Sie enthält 7,168 g Feingold bei einem Gesamtgewicht von 7,965 g und einem Feingehalt von 900/1000.
Der Typ ist in der Katalogliteratur als Jaeger 253 geführt. Er ersetzte das seit 1888 verwendete Kopfbild des Kaisers und blieb nur kurz im Umlauf: Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Ausgabe von Goldmünzen eingestellt, Gold wurde aus dem Zahlungsverkehr gezogen.
Spezifikation
| Parameter |
Wert |
| Land |
Deutsches Kaiserreich, Königreich Preußen |
| Nennwert |
20 Mark |
| Prägejahre |
1913-1914 |
| Münzstätte |
Berlin (A) |
| Katalognummer |
Jaeger 253 |
| Metall |
Gold |
| Feingehalt |
900/1000 |
| Gesamtgewicht |
7,965 g |
| Feingold |
7,168 g |
| Durchmesser |
22,5 mm |
| Verpackung |
Schutzkapsel |
Vorderseite — Wilhelm II. in Uniform
Die Vorderseite zeigt das nach rechts gewandte Brustbild Wilhelms II. in Uniform, umgeben von seinem Titel als Deutscher Kaiser und König von Preußen. Gegenüber dem Kopfbild der Jahre 1888-1912 wirkt das Porträt repräsentativer und militärischer — das ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dieses Typs.
Rückseite — Reichsadler
Die Rückseite trägt den gekrönten Reichsadler mit Brustschild, die Umschrift DEUTSCHES REICH, die Jahreszahl und die Wertangabe 20 MARK. Die Rückseite ist bei allen Bundesstaaten gleich — erkennbar wird die preußische Ausgabe erst an der Vorderseite.
Vergleich historischer Goldmünzen
| Münze |
Gesamtgewicht |
Feingehalt |
Feingold |
Durchmesser |
| 20 Mark Wilhelm II. in Uniform |
7,965 g |
900 |
7,168 g |
22,5 mm |
| 20 Mark Wilhelm I. (Preußen) |
7,965 g |
900 |
7,168 g |
22,5 mm |
| 20 Francs Napoleon III. |
6,452 g |
900 |
5,806 g |
21 mm |
| Sovereign (Großbritannien) |
7,988 g |
916,7 |
7,322 g |
22,05 mm |
| 10 Rubel Tscherwonez |
8,603 g |
900 |
7,742 g |
22,6 mm |
Worauf Sie achten sollten
- Die Münzen sind Umlaufstücke; Erhaltung und Jahrgang 1913 oder 1914 können variieren.
- Der Preis liegt wegen der Nachfrage von Sammlern meist über dem reinen Goldwert (Aufschlag).
- Stücke mit dem Jahrgang 1915 wurden kaum ausgegeben und gehören nicht zu dieser Position.
Mehrwertsteuer
Goldmünzen, die nach 1800 geprägt wurden, einen Feingehalt von mindestens 900/1000 haben und im Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren, fallen unter die Sonderregelung für Gold der Richtlinie 2006/112/EG (Art. 344 ff.) und sind von der Mehrwertsteuer befreit. Die 20-Mark-Münze erfüllt diese Kriterien: geprägt 1913-1914, Feingehalt 900/1000, gesetzliches Zahlungsmittel im Deutschen Kaiserreich.
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Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Uniform-Typ vom älteren 20-Mark-Stück Wilhelms II.?
Von 1888 bis 1912 zeigen die preußischen 20-Mark-Stücke ein Kopfbild des Kaisers. Ab 1913 wird er als Brustbild in Uniform dargestellt.
Wie viel Feingold enthält die Münze?
7,168 g Feingold bei einem Gesamtgewicht von 7,965 g und einem Feingehalt von 900/1000.
In welcher Münzstätte wurde sie geprägt?
Preußische Goldmünzen wurden in Berlin geprägt; das Münzzeichen ist A.
Ist die Münze mehrwertsteuerfrei?
Ja. Sie wurde nach 1800 geprägt, hat einen Feingehalt von 900/1000 und war gesetzliches Zahlungsmittel — damit fällt sie unter die Befreiung der Richtlinie 2006/112/EG.