20 Mark Wilhelm II. — 7,17 g Feingold aus dem Königreich Preußen
Die preußische 20-Mark-Münze mit dem Bildnis Wilhelms II. enthält 7,169 g Feingold bei 900/1000, wiegt insgesamt 7,965 g und misst 22,50 Millimeter. Geprägt wurde sie zwischen 1888 und 1913 — von seinem Regierungsantritt bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Feingold |
7,169 g |
| Gesamtgewicht |
7,965 g |
| Feingehalt |
900/1000 |
| Durchmesser |
22,50 mm |
| Dicke |
1,40 mm |
| Prägejahre |
1888 bis 1913 |
| Ausgabestaat |
Königreich Preußen |
Eine Münze aus dem Dreikaiserjahr
1888 starb in Deutschland zweimal ein Kaiser: Wilhelm I. im März, Friedrich III. nach nur neunundneunzig Tagen im Juni. Im selben Jahr kam Wilhelm II. auf den Thron — die Prägejahre dieser Münze beginnen deshalb mitten in einem Jahr, das als Dreikaiserjahr in die Geschichte einging. Sie endeten 1913, dem letzten vollen Friedensjahr; die deutsche Goldprägung insgesamt lief 1915 aus. Zwischen dem ersten und dem letzten Jahrgang liegen also fünfundzwanzig Jahre, in denen sich am Gewicht der Münze nichts änderte — wohl aber am Porträt, das den Kaiser über die Jahre älter zeigt.
Avers
Die Vorderseite zeigt Wilhelm II. im Profil mit der Umschrift als Deutscher Kaiser und König von Preußen. Preußen war das größte Königreich des Reichs, und sein König stellte zugleich den Kaiser — deshalb nennt die Umschrift beide Titel.
Revers
Auf der Rückseite steht der Reichsadler mit der Wertangabe 20 MARK. Diese Seite war im ganzen Kaiserreich einheitlich: Ob eine Münze aus Preußen, Bayern oder Hamburg kam, entschied allein die Vorderseite.
Worauf Sie bei Umlaufstücken aus dem Kaiserreich achten sollten
Diese Münzen waren Zahlungsmittel und tragen entsprechend Gebrauchsspuren; unberührte Stücke sind die Ausnahme. Für den Goldgehalt ist das ohne Bedeutung, solange kein Material fehlt — prüfen lässt sich das über das Gesamtgewicht von 7,965 Gramm. Rechnen Sie den Wert immer mit dem Feingoldgehalt von 7,169 Gramm; das Gesamtgewicht liegt bei 900er Feingehalt gut elf Prozent darüber.
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Historische Goldmünzen mit 900er Feingehalt im Vergleich
| Münze |
Feingold |
Gesamtgewicht |
Durchmesser |
| 4 Florin / 10 Francs Österreich |
2,903 g |
3,226 g |
rund 19 mm |
| 10 Gulden Niederlande |
6,06 g |
6,72 g |
22,40 mm |
| 20 Mark Deutsches Reich |
7,169 g |
7,965 g |
22,50 mm |
| 50 Peso Chile |
9,15 g |
10,170 g |
24,00 mm |
| 1000 Schilling Babenberger |
12,15 g |
13,50 g |
27,00 mm |
| 100 Kronen Österreich |
30,49 g |
33,875 g |
37,00 mm |
Häufige Fragen
Wie viel Gold enthält die Münze?
7,169 Gramm Feingold bei einem Gesamtgewicht von 7,965 Gramm und einem Feingehalt von 900.
Aus welchen Jahren stammen die Stücke?
Aus dem Zeitraum 1888 bis 1913. Wilhelm II. kam 1888 auf den Thron.
Warum steht Kaiser und König von Preußen auf der Münze?
Weil der preußische König zugleich Deutscher Kaiser war. Die Umschrift nennt deshalb beide Titel.
Was zeigt die Rückseite?
Den Reichsadler mit der Wertangabe 20 MARK — bei allen deutschen Staaten identisch.
Sind Gebrauchsspuren üblich?
Ja. Es handelt sich um Umlaufmünzen aus dem Kaiserreich; der Goldgehalt bleibt davon unberührt.
Fällt beim Kauf Mehrwertsteuer an?
Ja. Goldmünzen, die nach 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel waren oder sind und einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendsteln aufweisen, sind nach der EU-Richtlinie 2006/112/EG von der Mehrwertsteuer befreit. Diese Münze erfüllt die Bedingungen mit ihren 900 Tausendsteln.