20 Dollar Double Eagle „Saint-Gaudens“ — 30,09 g Feingold, geprägt 1907 bis 1933
Der Double Eagle mit dem Motiv von Augustus Saint-Gaudens ist die größte reguläre Goldmünze der Vereinigten Staaten. Jedes Stück enthält 30,09 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000, misst 34 mm im Durchmesser und wiegt brutto rund 33,4 g. Geprägt wurde die Münze von 1907 bis 1933 — bis zum Ende der amerikanischen Goldprägung.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Feingoldgehalt |
30,09 g |
| Feingehalt |
900/1000 |
| Legierung |
Gold mit Kupfer |
| Nennwert |
20 USD |
| Durchmesser |
34 mm |
| Dicke |
2,41 mm |
| Prägezeit |
1907–1933 |
| Prägestätte |
United States Mint |
Die Münze, die ein Präsident bestellte
Theodore Roosevelt beauftragte den Bildhauer Augustus Saint-Gaudens damit, die amerikanische Münzprägung neu zu gestalten. Das Ergebnis erschien 1907 und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Münzgestaltungen der Vereinigten Staaten.
Eine Besonderheit betrifft die ersten Prägungen: Der Wahlspruch IN GOD WE TRUST fehlte zunächst. Nach öffentlicher Kritik griff der Kongress ein, und Chefgraveur Charles Barber ergänzte den Schriftzug noch im Verlauf des Jahres 1907. Prägungen ohne Motto stammen also ausschließlich aus dem ersten Jahrgang.
Avers
Der Avers zeigt eine schreitende Liberty über felsigem Grund, mit Fackel in der einen und Olivenzweig in der anderen Hand. Hinter ihr stehen das Kapitol und die Strahlen der aufgehenden Sonne, umgeben von Sternen.
Dieses Motiv ist der Grund, warum die Münze auch Käufern vertraut vorkommt, die sich sonst nur mit modernen Bullionmünzen befassen: Die American Eagle trägt seit 1986 dieselbe Liberty auf ihrem Avers.
Revers
Der Revers zeigt einen fliegenden Adler, leicht von unten gesehen, vor einer aufgehenden Sonne mit Strahlenkranz. Auch dieses Motiv stammt von Saint-Gaudens und unterscheidet sich deutlich vom heraldischen Adler älterer amerikanischer Goldmünzen.
Das Ende 1933
1933 wies Präsident Franklin D. Roosevelt das Finanzministerium an, kein Gold mehr auszuzahlen; die Goldprägung endete. Ein Großteil der bereits geprägten Bestände wurde später eingeschmolzen. Die Stücke, die heute gehandelt werden, stammen überwiegend aus Beständen, die vor 1933 ins Ausland gelangt waren.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Historische Umlaufmünzen zeigen fast immer Gebrauchsspuren — das ist normal und mindert den Goldgehalt nicht. Achten Sie darauf, ob ein Angebot einen bestimmten Jahrgang oder eine bestimmte Prägestätte zusichert; bei Stücken ohne Jahrgangsangabe erhalten Sie, was vorrätig ist. Der Aufschlag auf den reinen Materialwert liegt bei historischen Münzen üblicherweise über dem moderner Bullionmünzen, weil Angebot und Erhaltung eine Rolle spielen. Rechnen Sie außerdem mit 900er Gold: Die Münze wiegt mehr, als sie Gold enthält.
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Die drei Typen im Vergleich
| Münze |
Prägezeit |
Feingold |
Feingehalt |
Durchmesser |
| 10 Dollar Liberty Head, mit Motto |
1866–1907 |
15,04 g |
900/1000 |
27 mm |
| 10 Dollar Indian Head, mit Motto |
1908–1933 |
15,04 g |
900/1000 |
27 mm |
| 20 Dollar Double Eagle Saint-Gaudens |
1907–1933 |
30,09 g |
900/1000 |
34 mm |
Häufige Fragen
Wie viel Gold enthält ein 20-Dollar-Double-Eagle?
30,09 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000. Das Gesamtgewicht liegt bei rund 33,4 g, der Rest ist Kupfer.
Wer hat die Münze gestaltet?
Augustus Saint-Gaudens, im Auftrag von Präsident Theodore Roosevelt. Die Gestaltung erschien 1907.
Warum fehlt auf manchen Stücken IN GOD WE TRUST?
Der Wahlspruch war auf den ersten Prägungen von 1907 nicht vorhanden. Nach dem Eingreifen des Kongresses ergänzte ihn Charles Barber noch im selben Jahr.
Was hat diese Münze mit der modernen American Eagle zu tun?
Ihr Avers. Die seit 1986 geprägte American Eagle übernimmt die schreitende Liberty von Saint-Gaudens unverändert.
Warum endete die Prägung 1933?
Präsident Franklin D. Roosevelt untersagte die Auszahlung von Gold, woraufhin die Goldmünzprägung eingestellt wurde. Große Teile der Bestände wurden anschließend eingeschmolzen.
Sind Gebrauchsspuren ein Mangel?
Bei einer Umlaufmünze aus dieser Zeit sind sie die Regel. Auf den Goldgehalt haben sie keinen Einfluss; für den Preis zählt bei stärker erhaltenen Stücken zusätzlich der Erhaltungsgrad.