10 Schweizer Franken Vreneli — 2,9 g Feingold, geprägt 1911 bis 1922
Das Zehn-Franken-Vreneli ist die kleinste Goldmünze der Schweizer Vreneli-Reihe. Sie enthält 2,9 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000, wiegt insgesamt 3,23 g und misst 19 mm. Geprägt wurde sie nur zwölf Jahre lang, von 1911 bis 1922 — deutlich kürzer als das Zwanzig-Franken-Stück, das von 1897 bis 1949 lief.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Feingoldgehalt |
2,9 g |
| Feingehalt |
900/1000 |
| Gesamtgewicht |
3,23 g |
| Durchmesser |
19 mm |
| Nennwert |
10 Schweizer Franken |
| Prägezeit |
1911–1922 |
Die Frau, die der Münze ihren Namen gab
Den weiblichen Kopf im Profil entwarf der Neuenburger Medailleur Fritz Ulysse Landry. Die Bevölkerung taufte die Darstellung auf den Kosenamen Vreneli — eine Verkleinerungsform von Verena. Aus dem Spitznamen wurde der Name, unter dem die ganze Reihe bis heute gehandelt wird.
Der Kopf trägt einen Edelweißkranz, im Hintergrund steht eine Alpenlandschaft. Das Zwanzig-Franken-Stück zeigt auf dem Revers das Schweizer Wappen mit Eichenlaubkranz und der Wertangabe.
Der halbe Standard der Münzunion
Die Schweiz trat der Lateinischen Münzunion im Dezember 1865 bei. Deren Zwanzig-Francs-Standard sah 6,45 g Gesamtgewicht bei einem Feingehalt von 900 vor, also 5,805 g Feingold. Das Zehn-Franken-Stück ist exakt die Hälfte davon: 3,23 g Gesamtgewicht, 2,9 g Feingold.
Damit lässt sich der Wert direkt vergleichen: Zwei Zehner entsprechen einem französischen, belgischen oder italienischen Zwanziger.
Was diese Münze ausmacht
- Kleinste Goldmünze der Vreneli-Reihe, mit 2,9 g Feingold.
- Prägezeit von nur zwölf Jahren, 1911 bis 1922.
- Entwurf von Fritz Ulysse Landry mit Edelweißkranz und Alpenmotiv.
- Genau die Hälfte des Zwanzig-Francs-Standards der Münzunion.
- 19 mm Durchmesser — handlich und leicht aufzubewahren.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Verwechseln Sie den Zehner nicht mit dem verbreiteteren Zwanziger: Beide tragen dasselbe Motiv, unterscheiden sich aber im Gewicht um das Doppelte. Achten Sie auf die Wertangabe. Wegen der kurzen Prägezeit sind Zehner seltener als Zwanziger, was sich im Aufschlag gegenüber dem Materialwert niederschlägt. Gebrauchsspuren sind bei Umlaufmünzen aus dieser Zeit normal und mindern den Goldgehalt nicht.
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Vreneli und Münzunion im Vergleich
| Münze |
Prägezeit |
Feingold |
Gesamtgewicht |
| 10 Franken Vreneli |
1911–1922 |
2,9 g |
3,23 g |
| 20 Franken Vreneli |
1897–1949 |
5,805 g |
6,45 g |
| 100 Franken Vreneli |
1925 |
— |
— |
| 20 Francs Frankreich |
ab 1803 |
5,81 g |
6,45161 g |
Häufige Fragen
Wie viel Gold enthält das Zehn-Franken-Vreneli?
2,9 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000 und einem Gesamtgewicht von 3,23 g.
Woher kommt der Name Vreneli?
Von der Bevölkerung. Sie taufte den weiblichen Kopf von Fritz Ulysse Landry auf den Kosenamen Vreneli, eine Verkleinerungsform von Verena.
Wie lange wurde der Zehner geprägt?
Von 1911 bis 1922, also zwölf Jahre. Der Zwanziger lief dagegen von 1897 bis 1949.
Entspricht der Zehner der Hälfte eines Zwanzigers?
Ja, genau. 2,9 g gegenüber 5,805 g Feingold; zwei Zehner enthalten so viel Gold wie ein Zwanziger.
War die Schweiz in der Lateinischen Münzunion?
Ja, sie trat im Dezember 1865 bei. Der Vreneli-Standard entspricht dem der Union.
Sind Gebrauchsspuren üblich?
Ja. Es handelt sich um Umlaufmünzen aus dem frühen 20. Jahrhundert; Spuren gehören dazu.