10 Dollar „Indian Head“ Goldmünze — 15,04 g Feingold, Jahrgänge 1908 bis 1933
Der Ten-Dollar-Eagle mit dem Indianerkopfschmuck enthält 15,04 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000, misst 27 mm im Durchmesser und wiegt brutto rund 16,7 g. Gestaltet hat ihn Augustus Saint-Gaudens — derselbe Bildhauer, der auch den 20-Dollar-Double-Eagle entwarf. Die hier angebotenen Jahrgänge 1908 bis 1933 haben einen gemeinsamen Nenner, der kein Zufall ist.
Warum die Jahrgänge erst 1908 beginnen
Die Serie startete 1907, aber die ersten Prägungen trugen den Wahlspruch IN GOD WE TRUST nicht. Nach öffentlicher Empörung verabschiedete der Kongress ein Gesetz, das den Schriftzug vorschrieb; Chefgraveur Charles E. Barber setzte ihn 1908 auf den Revers, links neben die Brust des Adlers.
Jahrgänge ab 1908 sind damit die Variante „mit Motto“ — die Ausführung, in der die Münze anschließend 25 Jahre lang geprägt wurde.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Feingoldgehalt |
15,04 g |
| Feingehalt |
900/1000 |
| Legierung |
Gold mit Kupfer |
| Nennwert |
10 USD |
| Durchmesser |
27 mm |
| Dicke |
2 mm |
| Prägezeit dieser Variante |
1908–1933 |
| Prägestätte |
United States Mint |
Avers
Der Avers zeigt eine nach links gewandte Liberty mit indianischem Federkopfschmuck, umgeben von dreizehn Sternen. Der Kopfschmuck geht auf einen ausdrücklichen Wunsch von Präsident Theodore Roosevelt zurück, der ihn als „ausgesprochen amerikanisch und sehr malerisch“ bezeichnete. Die Kombination aus klassischer Liberty und Federkrone hat in der amerikanischen Münzgeschichte keine Entsprechung.
Revers
Der Revers zeigt einen stehenden Adler auf einem Pfeilbündel, umschlossen von einem Olivenzweig. Saint-Gaudens hatte diesen Adler ursprünglich für den 20-Dollar-Double-Eagle entworfen und ihn dann auf der Zehn-Dollar-Münze verwendet. Bei Jahrgängen ab 1908 steht links neben der Adlerbrust der Schriftzug IN GOD WE TRUST.
Das Ende 1933
1933 ordnete Präsident Franklin D. Roosevelt an, die Prägung von Goldmünzen einzustellen. Damit endete eine Reihe, die 1795 begonnen hatte. Große Bestände wurden anschließend vom Finanzministerium eingeschmolzen, was die spätesten Jahrgänge besonders selten macht.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Diese Münzen waren Zahlungsmittel und zeigen entsprechend Gebrauchsspuren; das ist bei einer Umlaufmünze der Normalfall und ändert nichts am Goldgehalt. Prüfen Sie, ob ein Angebot einen bestimmten Jahrgang oder eine bestimmte Prägestätte nennt — sonst erhalten Sie ein Stück aus dem vorhandenen Bestand. Der Aufschlag auf den Materialwert liegt über dem moderner Bullionmünzen, weil Erhaltung, Jahrgang und Verfügbarkeit mitspielen. Und beachten Sie das 900er Gold: 16,7 g Gesamtgewicht bedeuten 15,04 g Feingold.
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Die drei Typen im Vergleich
| Münze |
Prägezeit |
Feingold |
Feingehalt |
Durchmesser |
| 10 Dollar Liberty Head, mit Motto |
1866–1907 |
15,04 g |
900/1000 |
27 mm |
| 10 Dollar Indian Head, mit Motto |
1908–1933 |
15,04 g |
900/1000 |
27 mm |
| 20 Dollar Double Eagle Saint-Gaudens |
1907–1933 |
30,09 g |
900/1000 |
34 mm |
Häufige Fragen
Wie viel Gold enthält die Zehn-Dollar-Münze?
15,04 g Feingold bei einem Feingehalt von 900/1000. Das Gesamtgewicht liegt bei rund 16,7 g; der Rest ist Kupfer.
Wer hat sie gestaltet?
Augustus Saint-Gaudens, im Jahr 1907. Von ihm stammen sowohl der Avers mit der Liberty im Federkopfschmuck als auch der Adler auf dem Revers.
Warum beginnen die Jahrgänge bei 1908?
Weil der Wahlspruch IN GOD WE TRUST erst 1908 auf den Revers kam. Die Prägungen von 1907 tragen ihn nicht und bilden eine eigene Variante.
Woher kommt der indianische Federkopfschmuck?
Von Theodore Roosevelt. Er bat um dieses Element und nannte es „ausgesprochen amerikanisch und sehr malerisch“.
Warum endete die Prägung 1933?
Franklin D. Roosevelt wies die Münzstätte an, keine Goldmünzen mehr zu prägen. Anschließend wurden große Bestände eingeschmolzen.
Sind Gebrauchsspuren normal?
Ja. Diese Münzen waren im Zahlungsverkehr. Auf den Goldgehalt wirkt sich das nicht aus.